Ausrüstungsschnack #4: Leggings & Tights fürs Klettern und Wandern

Februar 4, 2019

Lange habe ich mich gesträubt, Leggings / Tights zum Klettern, Wandern oder im Alltag zu tragen. Höchstens unter der Skihose! Da sieht man ja sonst alles! Andererseits berichten Freundinnen immer wieder, dass man mit engen Hosen gerade beim Klettern viel mehr Gefühl habe. Außerdem fühlt man sich weiblicher 😉 Einmal getestet und schon ist es geschehen: Wie recht sie haben! 

 

Legging Klettern Rab prAna Arcteryx

Die Dünne von Arc’teryx (Oriel Tights)

Die erste Wahl beim Klettern im Sommer: Wie auch immer es Arc’teryx macht: Bei deren Hosen habe ich jedes Mal das Gefühl, dass sie kühlen, wenn es warm ist und wärmen, wenn es kalt ist. So auch bei dieser Hose. Die Tights ist recht dünn, hat aber die vielen Tage am Fels und am Berg bisher völlig unbeschadet überstanden. Sie ist irre bequem und angenehm zu tragen, auch wenn sich der Stoff eindeutig nach »Plastik« anfühlt. Mein geheimer Spitzname für diese Hose: »DIE POWERLEGGING«. Es mag Einbildung sein, aber seit ich mein Langzeitprojekt mit dieser Hose klettere, läuft es besser. Eindeutig mehr Gefühl und Präzision, warum auch immer. Inzwischen klettere ich fast schon ungern mit weiten Hosen. Das Projekt erst recht.

Auch beim Fliegen, Trekking, Wandern…

Legging Trekking dünn Arcteryx

Sie ist auch der treue Begleiter bei all den Hike&Fly-Sonnenaufgangs-Touren gewesen, bei denen es beim Loslaufen (und beim Fliegen) noch etwas zu frisch für kurze Hosen, beim Ankommen am Gipfel dann aber schon bullenheiß ist. Die kleine Tasche am Schenkel ist eine gute Idee, leider für mein Handy schon grenzwertig klein. Fürs Topo aber z.B. eigentlich ideal. Beim Trekking in den Drakensbergen war sie perfekt für die ganz heißen Tage, in denen man sich vor der Sonne schützen muss, aber trotzdem eigentlich am liebsten nichts Langes tragen möchte. Ein richtig guter Allrounder.

 

Die Lieblingshose von prAna (Akiak Leggings)

Akiak prAna Lieblings LeggingDie Akiak von prAna ist eine kuschlige, ziemlich warme Legging aus recyceltem Polyester, wobei es sich überhaupt nicht nach »Plastik« anfühlt. Sie sitzt herrlich angenehm, rutscht nie rum und reicht bis zur Taille. Sie ist nicht langweilig grau, sondern dank des dezenten, eingewobenen Muster eindeutig auch straßentauglich. Sie ist zu warm zum sommerlichen Klettern und selbst in der Boulderhalle wirds in der manchmal ungemütlich. Daheim, beim Yoga/Meditieren oder jetzt bei den winterlichen Temperaturen aber das absolute Lieblingsstück. Es gibt momentan definitiv keine Hose, die ich häufiger trage.

 

prana Legging Skaten Skitour KletternDie Kletterhose von prAna (Rockland Kletter-Leggings)

Seit letztem Jahr gibt es nun von prAna auch eine robuste, extra konstruierte Legging fürs Klettern. Sie ist an den Knien verstärkt und vorgeformt, hat robuste Nähte und verschließbare Taschen (groß genug, selbst für mein Handy 😉 ). Sie sitzt bei mir nicht ganz so bequem wie die Akiak, was vermutlich aber in einer Nummer größer besser wäre (habe S, genauso wie die Akiak). Hauptgrund ist, dass das verstärkte Material (Knie, Hintern) deutlich weniger elastisch ist als der Rest. Oder liegt es doch an den dicken Schenkeln? 😉 Ich hatte sie jetzt ein paar mal beim Langlaufen (mit Rock drüber) an, da war sie einwandfrei. Wer sie ausprobieren mag: Besser eine Nummer größer kaufen.

 

Die klassische lange Unterhose (Kaipara)

Kaipara Legging MerinoDie erste Wahl auf Skitouren ist und bleibt die Merino-Unterwäsche von Kaipara. In Deutschland und mit festem Blick auf Nachhaltigkeit (selbst der Versand ist komplett plastikfrei) gefertigt, trägt sie sich herrlich und hält nun schon das dritte Jahr in Folge. Übrigens auch die Farbe, das muss die Konkurrenz erstmal schaffen.

 

Die Dicke von Arc’teryx (Sunara)

Das Pendant zur oben genannten, bloß in etwas dickerem Stoff. Die ist solo mit Rock drüber ideal für die Berge bei etwas kühleren Temperaturen oder als lange Unterhose zum Eisklettern, wenn’s wirklich kalt ist.  Ursprünglich als Laufhose für die abendliche Runde und für die Berge konzipiert, deshalb hat sie an den Knöcheln auch Reflektoren und in der Beintasche ein fancy System für die Kopfhörer.

 

Nicht behalten und doch enorm bequem: Yogahose von Mandala (High Rise)

Die Mandala-Hose hatte ich im Laden anprobiert (man kann ja doch nicht nur die Akiak tragen!) und war im ersten Moment mächtig begeistert. Sie sitzt herrlich bequem, der Stoff ist so weich, dass man ihn kaum spürt. Man will die Hose wirklich nicht mehr ausziehen. Soo bequem!  Ich hab sie trotzdem nicht gekauft, weil ich es eher mag, wenn die Leggings bis zum Knöchel eng sitzen. Diese ist nach unten hin straight. Wer’s mag, für den ist die Hose eine echte Empfehlung.

 

 

Bilderhinweis:
  • Header: In den Drakensbergen in Südafrika ©Frl. Draussen
  • Erstes Bild: Ausnahmsweise mal nicht Rottachberg, sondern Kraftwerk. ©Michi D.
  • Zweites Bild: Beim Trekking in den Drakensbergen in Südafrika ©Frl. Draussen
  • Drittes Bild: Nach einer herrlichen kleinen Hochtour mit dem Bruder. ©Joachim S.
  • Viertes Bild: Merino-Longsleeve und lange Merino-Unterhose von Kaipara

 

Das Kleingedruckte:

Dieser Artikel enthält teilweise Affiliate-Links zu meinem Partner Bergzeit. Wenn ihr über diesen Link kauft, zahlt ihr nicht mehr, unterstützt mich aber finanziell. Die Hosen wurden mir kostenlos von den Herstellern zur Verfügung gestellt, wobei mich mit prAna eine feste, mit Arc’teryx eine freundschaftliche Kooperation verbindet. Ich habe weder mit Bergzeit noch mit den Herstellern diesen Artikel oder dessen Inhalt abgesprochen.

 

 

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