Pod(cast)Bus: Der Ausbau

Mai 15, 2020

Dieser Blogartikel ist offline genommen, nachdem mich ein Leser, dem ich lustigerweise unter diesem Artikel zahlreiche Fragen beantwortet habe, bei der DEKRA angeschwärzt hat, weil seine Gasanlage nicht so abgenommen wurde, wie er sich das vorgestellt hat. Schlimmer als der finanzielle Ausfall durch Bewegungsverbot des Wagens (ich lebe inzwischen nun mal zu einem großen Teil vom Podcast, noch dazu ist das mein einziges Fahrzeug), extrem aufwändiger Nachrüstung und nun doch anfallender zweijährlichen Gasprüfung inklusive Aufkleber (Camper!) auf dem Heck wiegt allerdings der Vertrauensverlust.

Es ist wie beim Gleitschirmfliegen: Man hilft gerne, beantwortet offen alle Fragen, glaubt an das Gute in den Menschen und bekommt auf diese Weise viel Positives zurück. Ich helfe nun mal einfach gerne und freue mich ja auch, wenn mir geholfen wird. Bis zu diesem einen Mal, bei dem man zu viel verrät, zu offen ist, es zu gut meint.

Ich weiß, dass Regeln nun mal Regeln sind und dass ich selbst Schuld bin, wenn ich nicht kategorisch und auch auf persönliche Anfrage schweige. Ich verstehe das und nehme diesen Punkt auf meine Kappe. Aber: Genau solche Vorkommnisse erziehen Menschen dazu, misstrauisch zu werden, Vorurteile zu haben und nur das Nötigste preis zu geben.  Und das ist das, was mich an dieser ganzen Sache am wütendsten macht. 

Natürlich habe ich Naivogunde zuerst das Gespräch mit dem Leser (aka Kletterkollege von früher) gesucht. „Es war bestimmt ganz anders und er hat mich bestimmt nicht verpfiffen“. Auf die vierte Nachricht kam dann eine Antwort. Und für mich die Einsicht: Doch. Hat er. 

Was will man da noch sagen.

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9 Comments

  • Reply Ruwen Gierls Mai 18, 2020 at 9:05 am

    Endlich mal wieder ein schöner Blog Beitrag! In Zeiten von Instagram und Co., wo alles so schnelllebig ist, tut es gut, in Ruhe einen netten Artikel zu lesen. Bitte weiter so! 🙂

  • Reply Benedikt Haggenmiller Juni 4, 2020 at 7:05 pm

    Hey Erika,

    kannst du mir die Maße deines Bettes nennen? Denkst du das sich die Art deines Ausbaus auch auf L1H2 mit 35 cm weniger Innenraumlänge gut übertragen lässt? Tendenziell finden wir das Kochfeld neben der Türe ziemlich praktisch.

    Danke und liebe Grüße
    Bene

    • Reply ulligunde Juni 4, 2020 at 7:57 pm

      Hi Bene!
      Bisher bewährt sich das Kochfeld an der Türe – manchmal bläst es nur bisschen rein, da wäre evtl. ein Windschutz auf Dauer evtl. sinnvoll.
      Das Bett ist 1,30×1,70 – mit etwas mehr Fokus auf eine größere Länge kann man auch noch mehr rausholen – der Wagen ist ja eigentlich 1,87 breit. Ich hab das nur bisschen versemmelt – ist aber insofern nicht so schlimm, weil der Mann bisschen diagonal noch gut reinpasst und ich nicht vorhabe, größere/andere Männer in diesem Bett zu haben 😉
      35cm weniger Platz in der „Küche“ sollte kein Problem sein, finde ich. Solange man stehen kann, ist der Platz sowieso schon purer Luxus. Klar ist mehr immer schön, aber es geht sicher auch gut mit einem L1-Wagen. Kommt am Ende immer auf die Ansprüche an. Für den Tisch muss man sich dann allerdings evtl. etwas anderes einfallen lassen.

      LG!
      Erika

  • Reply Benedikt Haggenmiller Juni 4, 2020 at 8:14 pm

    Und die Breite deiner Küche würde mir beim Planen sehr weiter helfen.
    Vielen Dank!

  • Reply Benedikt Haggenmiller Juni 4, 2020 at 8:18 pm

    Okay, vielen Dank für deine Hilfe! Genau über den Tisch grübeln wir gerade. Denn deine Idee mit der Platte die als unter der Matratze verstaut wird ist schon super! Bzgl. der Frage oben: Denkst du eine Küche mit der Breite 40cm ist ausreichend? Dann könnten wir es evtl. so gestalten wie du, nur dass der Hocker seitlich und nicht gegenüber platziert werden muss.
    LG Bene

    • Reply ulligunde Juni 5, 2020 at 5:50 am

      Hi Bene,
      normalerweise wird das ja auch so gelöst, dass der Tisch quasi in Fahrtrichtung aufgebaut wird. Erfordert dann allerdings zwei Hocker und macht die Bank irgendwie hinfällig. RoadAndBoard haben schwenkbare Tische, evtl. wäre das auch was. Normalerwweise braucht ja es auch nicht so einen monströsen Tisch wie meiner. Wenn man die Bank also mehr an die Wand platziert und einen etwas kleineren Tisch hat, dann reicht es, wenn jemand auf einem Hocker an der Türe sitzt. Man hat ja links und rechts von der Bank ohnehin noch Platz zum was Abstellen, es braucht also keinen so großen Tisch. Oder du baust es so, dass z.B. unter dem Bett fix der Tisch platziert ist und nur ein Hocker dort auftaucht (also an einer Wand). Wenn man dann einen zweiten Hocker rauszieht, hat man wieder zwei Seiten, an denen man sitzen kann. Das wäre insofern clever, weil du dann den Tisch nicht immer hin und weg bauen musst, sondern viel mehr einfach das Bett umklappst und essen kannst.

      Mit „40cm Breite“ bei der Küche meinst du die Tiefe? Meine ist 40cm, so weit ich weiß und das reicht easy. Das ist die Standardtiefe in Campern.
      LG!
      Erika

  • Reply Christian August 18, 2020 at 9:55 am

    Liebe Erika,
    sehr schöner Ausbau! Ich bin dir auch sehr dankbar für deine ausführlichen Beschreibungen und die Bilder. Ist schon eine große Leistung einen Camper so toll auszubauen.

    Ich ging immer davon aus, dass meinen einen speziellen Gaskasten bauen muss um eine Gasflasche zum Kochen nutzen zu dürfen. Du hast geschrieben, dass du eben diesen nicht hast. Ging das beim TÜV dann trotzdem durch?
    Ich möchte eben auch gerne eine Gasflasche in meinem Camper benutzen, habe mich bisher aber davor gesträubt, wegen diesem komplizierten Gaskasten. Ich wäre dir für deinen Tipp echt sehr dankbar 🙂
    Wünsche dir alles Liebe
    Christian

    • Reply ulligunde August 18, 2020 at 10:01 am

      Hi Christian,
      ich denke wenn man einen ganzen Bus ausgebaut hat, ist der Bau eines solchen Kastens nicht unbedingt das größte Problem. Für mich war es jedenfalls eher die Tatsache, dass du mit Gasinstallation dann alle zwei Jahre die Gasprüfung durchführen lassen musst (€) und noch dazu dann hinten einen Aufkleber drauf hast, der dich als Camper verrät. Der Clou an meiner Variante ist, dass der Schlauch zwischen Gasflasche und Herd nicht länger als 40cm ist. Wenn der länger ist, musst du ja normalerweise mit Stahlrohren weiterarbeiten und die sind das, was bei einer Gasprüfung primär geprüft wird. Wenn du aber den Herd so planst, dass die Gasflasche direkt dort eingebaut ist und du eben nur maximal 40cm Schlauch benötigst, dann brauchst du – zumindest laut meinem TÜV – keine Prüfung. Hat bei mir einwandfrei funktioniert. Ein Gaskasten macht allerdings rein sicherheitstechnisch trotzdem Sinn – ich habe momentan noch darauf verzichtet, werde das aber glaube ich schon irgendwann nachholen. Ergänzend habe ich jedenfalls direkt neben die Gaskartusche einen Sensor eingebaut, der Alarm schlägt, wenn Gas austritt.
      LG,
      Erika

      • Reply Benedikt Haggenmiller August 31, 2020 at 11:05 am

        Hey Erika,

        wie hast du dein Kochfeld mit der Gasflasche verbunden? Hast du die Schneidringverbindung selbst gemacht? Hast du einen Stopphahn verbaut?

        Liebe Grüße Bene

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