Stur. Aber nicht bös gemeint! (Friedberger Klettersteig, Tannheimer Tal)

Juni 14, 2013

„Der Mensch gehört  nur dort hin, wo er aus eigener Kraft hinkommt“, sagte ich oft. Das ist zugegebenermaßen eine recht sture Ansicht, besonders in Anbetracht dessen, dass ich noch nie zuvor einen Klettersteig begangen habe. Aber ich bin ja bei solchen Themen bereit, meine Meinung zu ändern – also begab ich mich am vergangenen Wochenende auf meinen ersten Klettersteig. Geholfen hat es nichts.

Bisher war ich überzeugt, dass derjenige, der wahrhaftig tonnenweise (!) Stahl benötigt, um sich eine Felswand hinaufzuarbeiten, ihr ganz offensichtlich nicht gewachsen ist. Das ist kein Problem, schließlich gibt es im Umkreis garantiert leichtere, ebenso schöne Felspassagen. Und dort, wo er nicht hochkommt, muss er vielleicht auch einfach nicht sein, der Mensch. Oder eben mehr trainieren. Das ist eine recht kompromisslose Meinung, die ich bereit war, zu ändern. Der Friedberger Klettersteig im Tannheimer Tal wurde mir empfohlen, dafür ein geeignetes Ziel zu sein. Zufälligerweise plante Ulrike, die Schwiegermutter in Spe, für 2013 eine Alpenüberquerung mit einer Klettersteigpassage und bat um eine private Einführung in die Abläufe – das traf sich natürlich gut.Endlich: Am Gipfel der Roten Flüh

Kein Plan – und das im alpinen Gelände.

Im Sommer wie im Winter: plattgemachte Piste am Füssener JöchleDie Tour an sich war nett – wir kamen zwar für so eine Unternehmung viel zu spät an der Talstation vom Füssener Jöchl los, aber bis Sonnenuntergang war ja noch eine Menge Zeit. Der Aufstieg zur Gipfelstation erwies sich als ausgesprochen unschön – die Skipiste hatte die Erde großflächig zerstört, wodurch nur noch breite Spuren aus Erde zurückgeblieben waren – von romantischen Bergpfaden keine Spur. Unterhalb der Läuferspitze wurde der Weg aber allmählich richtig schön – die Aussicht trug ihr Übriges hinzu. Am Schartschrofen, dem Beginn des Klettersteigs – kamen uns drei recht entkräftete junge Leute entgegen – der eine zitterte am ganzen Körper und zeigte seine aufgeplatzten Blasen an den Händen. Während sie uns ausfragten, wie sie nun am besten ins Tal kämen, fragte ich mich, wie sie dort wohl hinkämen, wenn jetzt das vorhergesagte Gewitter aufziehen würde. Ohne Karte in solch alpinem Gelände – irgendwie skurril. Oder bin ich zu verweichlicht?

Hinab am Stahlseil

Ziemlich ausgesetzt am Friedberger KlettersteigWir legten die Klettersteigsets an und begannen den Abstieg. Ja, den „Abstieg“, richtig gelesen. Der Steig führt ausschließlich nach unten und ist offiziell (Tannheimer Tal Tourismus, Pfronten Tourismus) so beschrieben. Der Aufstieg zu Fuß über die Rote Flüh ist scheinbar zu unbequem – da muss es schon die Bahn sein. Schon beim ersten Meter ging es über eine Steilstufe, bei der man blind nach unten stehen musste. Na gut, dann doch die Pfoten ans Seil, das hatte ich eigentlich versucht, zu vermeiden – die geplatzten Blasen des Jungen noch bildhaft im Hinterkopf. Etwa eine halbe Stunde später standen wir in der Gelben Scharte – dem Endpunkt des Steigs. Weiter ging es deutlich angenehmer ohne Seilsicherung über stufigen Fels – diesmal wieder nach oben zur Roten Flüh. Noch einmal begegneten uns ein junges, etwas unsicheres Klettersteig-Pärchen, das mich ausgiebig nach dem Weg fragte. Hm…

Und schon wieder kein Edelweiß

Das Gewitter nahtGegen sechs Uhr erreichten wir die Rote Flüh – gemeinsam mit dem ersten Donnergrollen. Wir gönnten uns eine kurze Rast am Gipfel, bei der ich versuchte, endlich mein erstes Edelweiß zu sehen – erfolglos, wie immer! (Langsam glaube ich, dass es sich dabei um eine clevere Tourismus-Strategie handelt und es diese Dinger gar nicht gibt. Genauso wie Steinböcke!). Dafür erzählte ein Pärchen, dass der weitere Abstieg bis zur Judenscharte noch einmal interessant werden dürfte. Steile, rutschige Schneefelder mit gefluteten, drahtseilgesicherten Wegen. „Für jemanden, der alpin noch nie unterwegs war, gibt es heute das volle Programm“, ging es mir durch den Kopf. Nach diesem Teil entschieden wir, uns zu trennen. Ich joggte voraus, schließlich wartete nicht nur der Abstieg bis nach Nesselwängle, sondern auch noch gut vier Kilometer entlang des Haldensees bis zurück nach Grän.

Mit den ersten Regentropfen erreichte ich das Auto und mit dem Sonnenuntergang waren wir alle wieder zu Hause in „Eselszell“. So. Und jetzt die Sache mit den Klettersteigen.

Als Überbrückung ok, zur Bespaßung nicht

Ich bin auch ein Angsthase und freue mich hin und wieder über Drahtseile, die allerdings meist eher eine mentale Stütze sein und nicht dazu gedacht sein sollten, sich daran hochzuziehen. Ich kann auch nachvollziehen, dass so etwas speziell in touristisch erschlossenen Gebieten wie dem Allgäu vereinzelt nötig ist, um kurze Passagen zu entschärfen und den Urlaub der Touristen möglichst angenehm zu gestalten. Dabei sind sie Mittel zum Zweck – nämlich den Gipfel auf dem Normalweg zu erreichen. Drahtseile allerdings zur reinen Bespaßung zu installieren, das kann ich einfach nicht verstehen. Alle reden immer von Umweltschutz, da werden in langwierigen Projekten große Schongebiete ausgewiesen, Klettergebiete gesperrt und Bolts herausgeschlagen. Geht es aber um Tourismus und den Fun, gibt es plötzlich keine Grenzen mehr. Da werden völlig irrsinnige Seilbahnen in sensiblen Naturräumen geplant, Straßen gebaut und Felsen mit unendlich viel Stahl vergewaltigt.

Brachiales Emporgewuchte

Aber auch der Stil von Klettersteigen widerspricht mir. Er ist brachial und hat nichts mit feiner Technik oder der Ästhetik von eigentlichem Alpinismus zu tun. Wer sich den Bergen anpasst und schwere Gipfel besteigen möchte, kommt nicht umhin, sich agil und geschickt zu bewegen – das ist beim Skitourengehen das Gleiche wie beim Klettern in Fels oder Eis. Beim Klettersteiggehen geht es ausschließlich darum, sich mit Kraft an Stahlseilen emporzuwuchten – es geht nicht darum, mit den – von der Natur – gegebenen Möglichkeiten sich eine individuelle Lösung einfallen zu lassen, den Fels, Schnee oder das Eis zu lesen und sich die möglichst ideale Linie auszusuchen. Die Lösung ist völlig offensichtlich und brutal in den Fels gebohrt.

Ohne viel Aufwand zum Adrenalin

Klettersteiggehen ist für mich ein erschlichenes Abenteuer, es passt perfekt in unsere Konsumgesellschaft. Man will Adrenalin, ohne wirklich etwas dafür zu tun. Einen D-Klettersteig kann jeder, der sich in der Höhe einigermaßen wohl fühlt und die nötige Muskelkraft besitzt. Es gibt nicht das langsame Herantasten, das es bei jeder anderen alpinen Sportart gibt. Normalerweise dauert es Jahre, bis man wirklich steile Hänge befahren, schwere Routen klettern oder anspruchsvolle Gipfel besteigen kann. Für Klettersteige muss man nichts tun – außer möglicherweise etwas Kondition und Kraft trainieren. Dafür sind sie so kompromisslos wie kaum eine andere Sportart: Wer hier stürzt, riskiert schwere Verletzungen. Dennoch entsteht häufig das Bild, als könnte nichts passieren, wodurch Leute in alpines Gelände gelockt werden, denen es an der nötigen Erfahrung fehlt. Die Outdoorindustrie freut’s. Was früher für die breite Berggemeinde noch die alpine Genusskletterei war, ist heute der Klettersteig, bei dem man schließlich auch wunderbar zusätzliches Geld verdienen kann.

Aber warum eigentlich diese Argumentation?

Na weil wir Blogger immer denken, dass unsere Meinung ganz besonders wichtig ist. Trotzdem soll sie keinesfalls missionieren oder die Ansicht enthusiastischer Klettersteigfans ändern. Es ist meine Vorstellung der Dinge und eigentlich bin ich ja auch ganz froh, dass viele auf Wege geleitet werden, die ich nicht gehen möchte. Mich freuts – sie freuts. Eigentlich ist alles gut. Nur die Sache mit der Natur, die wird mir weiterhin ein Dorn im Auge bleiben. Also: Weiterhin „Berg heil“ euch allen!

Ich bin auf Eure Gegenargumente gespannt!

 

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10 Comments

  • Reply ulligunde Juni 14, 2013 at 5:35 pm

    Gerade noch entdeckt und sehr passend zum Thema: http://bit.ly/13GVoAm

  • Reply www.facebook.com/wanderwuetig Juni 14, 2013 at 8:23 pm

    Wunderbares Statement! 🙂 Ich habe bislang auch noch keinen Klettersteig versucht, aber diese Sichtweise gefällt mir auch. Irgendwie ist das doch tatsächlich alles künstlich, wie du sagst „in den Fels gebohrt“. Das trifft es meiner Meinung nach absolut. Und das mit dem Berg bzw. dem Gelände lesen kann ich auch unterschreiben. Wo ein Seil zum Hochziehen ist und es nur diesen einen Weg gibt, brauche ich so gut wie keine Kopfarbeit.

  • Reply Bernd | KritzelKraxel.net Juni 15, 2013 at 8:00 pm

    Hallo Erika,
    ich habe zwar schon den ein oder anderen Übungsklettersteig gemacht, habe aber auch eine gewisse Abneigung gegen diese Einrichtungen. Es ist ja nicht so sehr lange her (Ende der Sommersaison letztes Jahr?), dass viele Unfälle etc. publik wurden. Ich habe keine Ahnung, woran das alles lag und kann derzeit die Schwierigkeitsbewertungen der Klettersteige nicht selbst einschätzen. Ich werde es mir hier in Cortina d’Ampezzo aber einmal genauer anschauen, auch weil ein Freund so ein großer Klettersteig-Enthusiast ist.

    Zu einzelnen Punkten Deines Artikels:

    Das der Klettersteig abwärts geklettert wird, hat mich sehr gewundert! Der Anfang erscheint mir ein wenig überhängend zu sein. Also meine Füße mag ich tatsächlich noch sehen. Es ist ja immer gut, wenn man sehen kann, wo man hin tritt. Das gibt einem eine deutlich größere Sicherheit.

    Steinböcke gibt es tatsächlich im Gebirge, von denen habe ich schon Dutzende in freier Wildbahn gesehen und auch Fotos gemacht. Die sind definitiv nicht ein Tourismusgag. Z.B. nahe der Kaunergrathütte, nahe dem Taschachhaus oder beim Gran Paradiso.

    Laut Alpin-Lehrplan 2A ist ein Sturz im Klettersteig einer der härtesten Stürze beim Klettern überhaupt! Nach meinem Verständnis können bei einem Sturz im Klettersteig deutlich schwerwiegendere Verletzungen auftreten als beim Klettern. Allein das macht es mir weniger sympathisch.

    Ich werde aber einige machen und anschließend über meine Erlebnisse berichten.

    Viele Grüße und Dir auch viel Freude in Südtirol, Bernd

  • Reply ulrike Juni 16, 2013 at 8:47 pm

    Ich habe keine Gegenargumente. Es war super mit euch diese Erfahrung zu machen. Aber mit Respekt und Achtung für die Berge und meinen Möglichkeit hatte es nichts zu tun. Da werde ich mir noch einmal ein paar Gedanken zu meiner Sommertour machen. Danke für deine Gedankenanstöße.

    • Reply ulligunde Juni 24, 2013 at 9:05 am

      Guten Morgen Ulrike!

      Puh, das freut mich, dass es Dir dennoch gefallen hat 😉 Bis bald mal wieder im Allgäu!

  • Reply Michael und Brigitte (Gratz-)Prittwitz Juni 23, 2013 at 7:37 pm

    Hallo Erika,
    habe Deinen Blog über Klettersteige mit großem Interesse gelesen. Meine Frau und ich sind zu 95% Deiner Ansicht und deshalb (sehr) selten auf Klettersteigen zu finden. Trotzdem gibt es zu Deinen Zeilen bei mir eine gewisse Ambivalenz. Mal ganz persönlich und subjektiv: Die wenigen Klettersteige, die wir „gemacht“ haben, haben schon viel Spaß gemacht, das muß ich zugeben. Das waren B-D-Steige, schwerer haben wir’s noch nicht probiert und brauchen das wohl auch nicht. Ich muss aber dazu sagen, dass wir routinierte Bergsteiger seit vielen Jahrzehnten sind, dass wir mit ganz wenigen Ausnahmen Klettersteige gegangen sind, wenn wenig los war, wenn das Wetter toll war, wenn es sich dabei um eine „richtige“ Bergtour handelte, also nicht nur ein paar Meter irgendwo im Fels ohne Gipfelziel und so. Also Bergtour mal ein bisschen anders. Z.B. den Klettersteig über die Tajakante, der ist wirklich sehr schön. Wir waren im Oktober an einem Freitag dort, nach Übernachtung auf der Coburger Hütte wirklich früh dran und lange alleine. Der Fels ist toll, die Linienführung einfach schön, die Kletterpassagen sind oft nur mit Stahlseil gesichert, so dass man tasächlich klettern kann/muss. Es war dann eine richtig „runde“ Bergtour.
    Den Friedberger kennen wir nicht persönlich. Aber mein Schwager, der im Allgäu praktisch zuhause ist und der gerne Klettersteige geht, meinte, er sei kein besonderes Erlebnis.
    Natürlich ist eine einsame, anspruchsvolle Wanderung oder eine schöne Klettertour großartiger, aber ich denke, es gibt schon Möglichkeiten, Spaß an einem solchen Steig zu haben. Ärgerlich ist der Andrang an den beliebten Sportklettersteigen, aber den muss man halt vermeiden und an solchen Tagen wirklich etwas Einsames gehen.
    In diesem Sinn herzliche Grüße aus dem BGL und tolle Touren
    Michael und Brigitte

  • Reply Ralf Klettersteig Februar 21, 2017 at 6:53 pm

    Der Friedberger Klettersteig ist landschaftlich eine sehr schöne Tour. Leider ist der Klettersteig nur sehr kurz. Immerhin gibt es im weiteren Verlauf hinauf zur Roten Flüh noch ein paar Klettersteig Passagen…

    • Reply ulligunde Februar 23, 2017 at 6:30 pm

      Hi Ralf,

      ui, da hast du aber einen alten Blogartikel rausgekramt 🙂 Ja, der Klettersteig selbst ist nur ganz kurz und wenn man ihn – wie wir – in der „falschen“ Richtung macht, führt er eben auch nur bergab. Macht aber nix, die Landschaft ist ja trotzdem schön. An den benachbarten Felsen von Gimpel und Co bin ich aber doch lieber unterwegs.
      Liebe Grüße
      Erika

  • Reply Stefan von der Wense Juni 8, 2017 at 1:03 pm

    Hm, ich glaube Dein Bergsteigerherz schlägt am rechten Fleck, trotzdem bekommst Du jetzt mal ein bisschen Gegenwind, aber ohne daß gleich ein Gewitter aufzieht. 😉 Wo und unter welchen Bedingungen der Mensch etwas verloren hat bzw. welche Hilfsmittel er dazu verwenden darf um dort sein zu können wo er nicht sein sollte, ist eine sehr schwierige Frage. Die Schwierigkeit fängt schon bei der Definition von „künstlichem Hilfsmittel“ an. Ist ein Plastiklöffel ein künstliches Hilfsmittel? Was ist ein Holzlöffel?…. Wenn die Definition dann feststeht, stellt sich die Frage wie weit wärst Du ohne Löffel gekommen? Du siehst worauf ich hinaus will? Der Mensch bedient sich seit je her irgendwelcher Hilfsmittel um zu überleben, um es einfacher zu haben und um an Orte zu gelangen wo bisher nur Spezialisten wie Edelweiß und Steinbock sein konnten. Wo willst Du da also die Grenze ziehen? In den Bergen!? Bei Deiner Argumentation habe ich mich gefragt was der wahre Grund Deiner Ansicht ist. Leider hast Du zum Schluß in den Weichspülgang geschaltet und so getan als ob eigentlich alles gut sei wie es ist. Da hätte ich mir schon mehr Durchhaltevermögen gewünscht. 😉 Also geht es Dir um die Zerstörung der Umwelt, die der Bergtourismus mit sich bringt und die Tonnen von Stahl die in den Bergen verbaut werden? Dabei mußt Du Dich natürlich fragen, wieviel Tonnen Rohöl für Deine Bergsteigerausrüstung gebraucht werden und dafür, daß Du überhaupt an den Fuß des begehrten Gipels kommst? Geht es Dir vielleicht darum, daß viele Bergregionen nicht mehr nur Dir und einem kleinen Kreis von gut trainierten und erfahrenen Bergenthusiasten vorbehalten sind, sondern einem weitaus größerem Kreis von Menschen und somit ein Herausstellungsmerkmal Deines Individuums verlorengeht? Willkommen im Club von: „Mein Haus, mein Auto, meine Bergtour!“ 😉 Oder geht es Dir darum, daß wir in Zukunft dort oben immer öfter Menschen antreffen werden, die es unserer Meinung nach gar nicht verdient haben da oben zu sein, weil sie das Erlebnis „Berg“ überhaupt nicht begriffen haben, geschweige denn den Gipfel mit seiner Aussicht gebührend zu schätzen wissen? Hier hättest Du mich auf Deiner Seite. Wobei die allermeisten dieser „Bergbanausen“ durch einen Klettersteig immer noch abgeschreckt werden. Die wollen dann doch lieber auf Treppen und im Lift zum Gipfel. In diesem Zusammenhang fällt mir eine Geschichte ein: Nachdem meine Frau und ich an einer geführten Gletschertour auf dem Perito Moreno teilnahmen machten wir noch einen Ausflug mit einem Bot zum Upsala (beides Gletscher in Argentinien). Der Bootsführer deutete auf die riesigen, beeindruckenden Eismassen, um uns schwammen kleine Eisberge in einem Blau wie ich es noch nie zuvor in der Natur gesehen hatte, und erklärte das sei der Upsala. Daraufhin fragte eine Frau, ob es dort eine Bar gäbe und ob wir dort anlegen könnten, sie würde gerne etwas trinken! Wir wußten nicht ob wir lachen oder weinen sollten.

    • Reply ulligunde Juni 12, 2017 at 4:19 pm

      Hi Stefan!
      Vielen Dank für Deinen tollen Kommentar, du stellst interessante Fragen! Der Artikel ist allerdings schon mehrere Jahre alt, inzwischen hat sich meine Sicht auf Klettersteige schon auch etwas geändert. Ich empfinde es inzwischen viel mehr als „leben und leben lassen“ und freue mich allein schon daran, dass die Leute rausgehen und in der Zeit keinen anderen Unsinn anstellen. Ich muss da ja nicht hin. Einziges Manko an der ganzen Geschichte ist für mich noch das Gefahrenpotenzial, das in solchen, vermeintlich abgesicherten Wegen lauert und dessen sich glaube ich viele nicht ernsthaft bewusst sind. Im Vergleich zu Skipisten und Liften sind aber die Drahtseile und die Bevölkerung neuer Berggebiete wohl das kleinere Übel. Da sind womöglich die vielen Zelte an so manchen Bergseen kritischer. Die Argumentation, dass auch an anderer Stelle die Umwelt verschmutzt wird, ist allerdings nur bedingt tauglich – schlimmer geht ja immer und irgendwo muss man eben anfangen.

      Liebe Grüße!
      Erika

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