purely artificial: DUBAI

Dezember 8, 2010

Nach einem 22 stündigen Flug von Auckland… Nur noch 7 Stunden entfernt von der ersehnten Heimat … Irgendwo zwischen unendlicher Traurigkeit, dass die Reise nun quasi vorbei ist und unbeschreiblicher Vorfreude auf zu Hause drückte sich noch ein eher unwillkommener Zwischenstopp hinein:

11 Stunden in Dubai

Ich hatte von vielen Seiten gehört, dass Stadtrundfahrten in Dubai völlig unproblematisch zu bekommen seien, eine Vorbuchung wäre nicht nötig, man solle einfach dort einen der vielen Anbieter fragen, „there are sooo many tour operators!“ wurde immer wieder gesagt. Ohne große Aufregung landete ich also morgens um halb sechs in Dubai, fand mich in dem bereits „gewohnten“ Flughafen schnell zurecht, auch wenn es an der Passkontrolle mal wieder Schwierigkeiten mit meinem Ausweis gab. Kein Problem – dachte ich in diesem Moment noch – dann hab ich eben nur noch 10 Stunden, immernoch genug diese Stadt zu erkunden, im Grunde wollte ich ja eigentlich nur nach Hause. Dass ich dann aber fast eine Stunde damit beschäftigt sein würde überhaupt IRGENDWEN in diesem leeren Terminal zu finden, anschließend einen längerer Irrweg durch ein verlassenes Parkhaus machen würde, weil die Pfeil zum „public transport“ genau in eine 5m hohe Betonwand zeigte, von Busstand zu Taxistand, von Taxistand zu Terminaleingang, von Terminaleingang zurück zu Taxistand geschickt, von dort dann zusammen mit einer ebenfalls suchenden jungen Französin an einer gruseligen Security-Gruppe vorbei die uns WIEDER zurück zum Taxistand schicken wollte hin zu einem doppelstöckigen Bus mit der großen Aufschrift „CITY TOUR“ (leider verlassen), von dort wieder zurück ins Terminal und dort direkt in die Arme von Abdul landete, dem Tourism & Marketing Director von Dubai tourism, der zwar schon seit 2h Feierabend hatte aber uns nach der langen Sucherei erst einmal auf einen Kaffee einlud und einen ihm bekannten Inder anrief der uns letztendlich für etwas mehr als 20€ pro Person 3h durch Dubai kutschieren sollte. Gesagt, getan. Fast. Der Inder hatte sich auf 10 Uhr angekündigt, also nochmal 45min warten – aber was solls. Die Tour mit dem Chauffeur, der angeblich schon seit 8 Jahren in Dubai wohnte aber letztendlich nichts zu zeigen hatte, außer einige Kaufhäuser, an denen er uns ungewollt jeweils für 30min rauswarf, war dementsprechend ernüchternd aber sowohl Mariòn als auch ich wollten im Grunde ja nur die Zeit bis zum Weiterflug vertrödeln. Also schauten wir bereitwillig diesen und jenen Schal an, auch dieses Gemälde, das für schlappe 60 000€ den Besitzer wechseln könnte und sahen im Vorbeifahren auch noch die bekannten Gebäude Dubais, allen voran natürlich dem Burj Khalif, dem höchsten Gebäude der Welt, vor dem selbst ich mit offenem Mund stand: SOOOOO HOCH! Unglaublich.

Nach 2,5h Rundfahrt waren Marion und ich doch etwas froh, den Klauen des seltsamen Mannes wieder entkommen zu sein und vertrödelten die verbleibende Zeit noch am kostenlosen WiFi am Flughafen. Und dann war es irgendwann so weit: Boarding for flight EK4129 to Munich. Nach Hause, wo Schnee, Weihnachtsstimmung, Freunde und eine weitere wunderbare Bekanntschaft mich erwarteten.

Chapeau!

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