Wie die DSLR-Kamera in den Bergen transportieren?

Februar 16, 2016

Vor der Brust, am Hüftgurt oder doch sicherheitshalber direkt im Rucksack? Wie man die große Kamera am besten in den Bergen transportiert, ist ein ziemlich ausgefuxtes Thema. Nachdem ich regelmäßig von Lesern gefragt werde, wie ich das löse, gibt es hier nun mal einen ausführlicheren Artikel darüber. Da aber meine Variante bei anderen bisher nie auf große Begeisterung gestoßen ist (warum eigentlich!? Es ist doch die beste! 🙂 ), habe ich auch noch einige meiner Lieblingsfotografen zu Wort kommen lassen. 
Skitouren Ausrüstung Skihochtour Wildspitze
**Dieser Artikel wurde im August 2019 geupdated. Ich selbst transportiere die große DSLR inzwischen ausschließlich per PEAK-DESIGN-Clip am Rucksack-Schultergurt und bin sehr zufrieden damit. Auch Alex Fux ist inzwischen in dieses Lager gewechselt. Siehe Kapitel »Option 2«.**

Die Fotografen:

  • Alex Fuchs von Fuxografie. Schon lange dabei und immer noch sensationell gut.
  • Bastian Morell – einzigartige Aufnahmen, vor allem die vom Freeriden und Mountainbiken. Wie kriegt der immer diesen tollen Bildlook hin!?
  • Mein Bruder, der Joachim. Macht überraschenderweise ebenfalls meist Bilder auf Bergtouren!
  • Stefan Heiligensetzer von  Experience Outdoors – Outdoor-Fotograf aus dem Allgäu. Gefühlt alle naselang beim Klettern, auf Skitour oder in exotischen Ecken der Welt unterwegs.
  • Christian Seitz – der Fotobuddy, der schon längst ins Allgäu hätte ziehen sollen. Glücklicherweise immer für eine Foto-Schandtat zu haben!
  • Silvan Metz – Haus und Hoffotgraf des DAVs

 

Grundsatzfrage: Was wäre die Alternative zur DSLR am Berg?

Mit der GoPro geht einfach alles drauf - Füße, Wand, Landschaft, Himmel. Eigentlich gibt eine einfache Lösung für das Problem: Die große Kamera ganz daheim zu lassen. Alternativ bietet sich als Zwischenlösung die A6000 von Sony an, die in Sachen Dynamikumfang und Rauschen angeblich auch mit den großen mithalten kann. Oder – wenn es beim Klettern oder bei sehr großen Touren aufs Gewicht ankommt – auf eine noch kleinere zurückgreifen. Meine Wahl ist hier die Sony DSC-RX100 (gibts inzwischen als VII, ich hab die II). Die ist cool, denn sie kann auch Raw-Format, was die Bildbearbeitung erleichtert.

Einfacherer geht es ganz plump mit der GoPro. Mit deren massivem Weitwinkel bekommt man endlich nicht nur entweder Kletterer ODER Landschaft drauf, sondern beides – und noch viel mehr. Die Farbtemperatur muss zwar im Nachhinein oft bearbeitet werden und man muss die Optik mögen, dafür ist das Motiv meist ziemlich spektakulär. Inzwischen gibt’s die GoPro auch mit Display (seit der Vierer. Inzwischen sind wir Hero 7 angekommen. Habe ich und bin sehr zufrieden), sodass man nicht mehr ganz blind fotografieren muss.

 

Wenn die große Kamera am Berg sein soll

Es gibt wohl drei Varianten, die Sinn machen, wenn man die große Spiegelreflexkamera mit an den Berg schleifen will. Entweder seitlich am Rucksack, vor der Brust oder ganz originell im Rucksack verstaut.

Option 1: Die Kamera seitlich am Rucksack

Die Tasche hängt etwas schief da, was aber nicht weiter schlimm ist. Wenn große Erschütterungen zu erwarten sind (rennen, springen), fixiere ich die Tasche sicherheitshalber noch mit einer Reepschnur - nur dass sie nicht völlig runterfällt, denn der Klett der ThinkTanks hält nur begrenzt.So transportierte ich meine Kamera bis vor kurzem ausschließlich. Sie hängt an den unteren seitlichen Riemen (normalerweise für den seitlichen Ski-Transport gedacht) dran, wodurch sie einerseits (mit etwas Übung) ruckzuck griffbereit ist, sie aber andererseits im steilen Gelände nicht im Weg umgeht. Den Reißverschluss der Tasche schließe ich dabei nur zu einem Drittel – das hält genug zu und ist schnell geöffnet.

Geheimtipp: Verzicht auf Kameradeckel

Übrigens, der Kameradeckel ist selten drauf. Die Linse wird nur durch einen günstigen UV-Filter geschützt, der notfalls ausgetauscht wird. Weiterer Vorteil davon: Wenn man mal Gegenlichtaufnahmen mit Sonnenstrahlen machen will, kann man den Filter abschrauben und hat eine saubere Linse > weniger Flares im Bild.

Macht Alpin-Guru Jon Griffith auch so!

Die Kamera auf Hochtour und beim Klettern mit dabei.

Holster von ThinkTank

Das funktioniert ziemlich cool mit den Kamerataschen (Holster) von Thinktank, weil man dort die Lasche per Klett aufklappen kann und so nicht fädeln muss und man das Holster auch an Riemen fixieren kann, die man nicht komplett öffnen kann (was ja häufig bei Skihalterungen so ist, damit sie möglichst stabil sind).

Kamera am Gürtel

Ganz selten trage ich die Kameratasche auch nur einfach am Gürtel. Mal davon abgesehen, dass ich mir damit extrem bescheuert vorkomme, habe ich auch den Eindruck, dass dadurch die Belastung auf dem einen Bein deutlich größer ist und man schnell müde wird.

Holster von F-Stop Gear

Auch mein Fotokollege Christian (Christian Seitz Fotografie) trägt seine Ausrüstung meist an der Seite – nur wenn’s schnell gehen muss, auch mal vor der Brust. Er schreibt:

So einfach kanns eins. Fuxografie transport die Kamera ganz einfach im Rucksack.„Nach vielem Experimentieren mit klassischen Rucksäcken und Kamera-Polstereinsätzen, dem Rumprobieren mit Lösungen von LowePro oder Thinktank bin ich mittlerweile bei f-Stop Gear gelandet und damit auch ziemlich zufrieden.

Für den schnellen Zugriff bietet f-stop Gear die Holstertasche Navin, die sich über das Molle-System wahlweise am Hüftgurt oder an der Rucksackseite befestigen lässt. Über die Gatekeeper-Gurte lässt sich die Holstertasche auch direkt vor der Brust tragen, wodurch ich noch schneller auf die Kamera zugreifen kann. Über Lens-Barrel-Taschen lassen sich für den schnellen Zugriff auch Objektive an der Außenseite befestigen.

Für welche Befestigungsvariante ich mich dabei entscheide, ist ein bisschen vom Anwendungsfall abhängig – wohl fühle ich mich aber bei allen.“

 

Option 2: Die Kamera vor der Brust

Grossstrubel Daunenjacke Hochtour**
Update 2019:
Ich trage die Kamera inzwischen fast ausschließlich nur noch per PeakDesing-Clip vor der Brust. Wenn das nicht geht, nehme ich erst gar nicht die große Kamera mit, sondern greife auf meine RX100 (II) zurück. Die A6000 habe ich recht entnervt wieder verkauft, weil ich so gar nicht mit den kleinen Knöpfchen und dem Bildlook klar kam. Nach ausgiebigem Einlauf meines Bruders habe ich später die A6500 gekauft und habe auch die sehr schnell wieder verkauft. Ich komme einfach mit den Kameras nicht klar, kenne aber genügend Leute, die sehr begeistert sind. Es liegt also an mir 😉

Übrigens: Mit dem PeakDesign-Clip transportiere ich meine Kamera auch beim Fliegen mit dem Gleitschirm. Das geht zumindest bei Vorwärtsstart recht gut und so baumelt sie nicht ganz unkontrolliert vor dem Bauch herum. Zusätzlich ist sie selbstverständlich mit einer Bandschlinge bzw. Neckholder gesichert. Gibts auch von PeakDesign. Wenn’s eher ein anspruchsvoller Start ist, lasse ich oft die Kamera doch im Rucksack, weil ich eine Heidenangst davor habe, dass die Leinen sich irgendwo verhängen. Das ist der Grund, weshalb ich nie mit GoPro am Helm fliege und die Halterung dort auch inzwischen entfernt habe. Wenn überhaupt dann mit der Gummiband-Halterung, die ähnlich wie bei einer Stirnlampe funktioniert. Dort habe ich die Hoffnung, dass es mir im Notfall die Kamera vom Helm rupft.
**
Update 2018:
Ich trage auch heute meine Kamera sehr häufig noch in der Tasche seitlich am Rucksack – inzwischen allerdings immer häufiger vor der Brust mittels des »Capture Clips« von Peak Design. Eine (Arca Swiss) Wechselplatte ist fix an der Kamera und wird bemerkenswert einfach in die Schnalle am Rucksack-Tragegurt geschoben. Das Herausnehmen geht ebenso einfach. Extrem genial! Das Teil hat eigentlich sehr zuverlässig gehalten, einziges Problem ist, dass man durch die Bewegung des Körpers bald die Platte von der Kamera leicht löst. Mit dem alten Clip (V1) war das bisher nie ein Problem, im Gegenteil, dadurch behindert die Kamera noch weniger, weil sie beweglich hängt. Selbst Rennen und Hüpfen war kein Problem. Mit dem nagelneuen V3-Clip ist es mir allerdings letzte Woche passiert, dass die Kamera sich von der Platte gelöst hat. Worst case, die Kamera ist runtergefallen.

**

Die Kamera auf Skitour vor der Brust transportiert.

Der Bruder

Mein Bruder ist ein Verfechter des „Vor-dem-Bauch“-Tragens, ähnlich auch wie der Gerald von Hochtourist (rechts im Bild, mit Stirnband).

Auf die Frage, wozu die Reepschnur dient, meint der Bruder: „Reepschnur deswegen, weil es sonst den Hüftgurt so runterzieht und die Lasche an der Tasche ungünstig belastet. Das Gewicht hängt also oben und der Hüftgurt hindert die Tasche nur am Wegschwingen.“

 

Stefan Heiligensetzer

Stefan Heiligensetzer, Fotograf aus dem Allgäu, macht es abhängig, wie viel mit muss und wie das Terrain ist. Aber „vor der Brust“ ist auch bei ihm eine Variante:

Die Kamera selbst trage ich für Schnellzugriff entweder mit Trageriemen oder Tragesystem vor der Brust. Dazu benutze ich für eine Nikon D800 oder D750 die Lowepro Toploader. Vorteil: Kamera gut geschützt, Akkus, Polfilter oder Graufilter etc. finden darin auch noch Platz. Baumelt nicht zu arg, auch nicht beim Skifahren. Nachteil: eher voluminös, bei Kletterpassagen muss das Ganze auf oder in den Rucksack, da man sonst nicht auf seine Füsse sieht. Den ganzen Rest verstau ich entweder in eine kleine F-Stop Tasche oder ich packs einzeln ein (Objektivtaschen, wie man sie kennt von Nikon, Lowepro etc.). Hier nehm ich vorallem im Winter gerne einen Rucksack mit Rückenteil  zum öffnen. Da ist man schnell an seinem Zeug. (Ich zB den Mammut RAS Lawinenrucksack).

 

Silvan Metz

Silvan ist überzeugt spiegelloser Fotograf und ist mit der Kamera vorwiegend in der Vertikalen unterwegs. Er sagt:

»Ich trage meine Systemkamera beim Klettern und Bergsteigen IMMER griffbereit am Schulterträger meines Rucksacks, hätte ich sie im Rucksack, könnte ich sie genauso gut im Tal lassen. Um die Kamera zu sichern lasse ich den Kameragurt (unter den Schlingen) umgehängt, sodass ich die Kamera jederzeit, etwa zum Seileinholen, loslassen kann. Ohne Rucksack kommt die Kameratasche hinten an den Klettergurt, man muss aber aufpassen, dass die Kamera trotzdem immer gesichert ist.«

 

Option 3: Im Rucksack!

**Nachtrag 2019: Auch Alex von Fuxografie ist inzwischen unter die Peak Design-Clip Nutzer gegangen.**

Meine zwei Lieblings-Fotografen Alex Fux (Fuxografie) und Bastian Morell sind ganz oldschool unterwegs, nämlich mit Kamera im Rucksack. Alex schreibt dazu:

Alex von Fuxografie transportiert seine Kamera am Berg ganz einfach im Rucksack.„Oft spar ich auch an Klamotten, Hauptsache die Kamera findet noch einen Platz. Außen hab‘ ich sie nie fixiert, außer das Licht und die Umgebung ist so fotogen, dann hänge ich sie mir auch oftmals um die Schulter, damit sie gleich griffbereit ist. Ich hab mir auch mal überlegt spezielle Tragesysteme zu kaufen, aber bis jetzt war’s mir das Geld nicht wert.“

Und Bastian:

„Ich transportiere meine Kamera eigentlich immer im Rucksack. Bei einem Auftragsshooting im Fotorucksack mit mehreren Wechselobjektiven, Blitzen, Ersatzbody usw.. Wenn wir für uns unterwegs sind, habe ich den Body im normalen Rucksack mit ca. 2 Wechsellinsen. Ab und zu verteile ich mein Material auch an meine Freunde. Sonst laufen die mir – aufgrund des Gewichtes – einfach davon.

 

Ich selbst:

Für Shootings, bei denen ich mehrere Linsen oder z.B. noch die Drohne mitnehmen muss, habe ich inzwischen auch einen leichten Rucksack von f-Stop. Die Inlays (ICU in klein für die Drohne, groß für Cam + Linsen) sind unheimlich praktisch und bei mir oft auch auf Reisen im Einsatz. Der Rucksack ist bequem und auch für die Berge einigermaßen tauglich.

Kameratransport bei Nässe oder Schnee

Für die eher feuchten Unternehmungen hat Stefan Heiligensetzer noch eine neue „Geheimwaffe“ entdeckt – frisch aus der Crowdfunding-Ecke:

Er empfiehlt die Agua Xp3 stormproof (Anm bei Update: gibt es nicht mehr) von Miggö. „Klein, fein, stört auch bei Kletterpassagen nicht – solange es sich nicht um WI3 und mehr oder Felsklettereien im 4 Grad aufwärts handelt. Passt super eine D800 oder D750 mit 24-120 FX rein“.

 

Wie macht Ihr das?

Falls Ihr noch weitere Ideen habt, wie man die Spiegelreflexkamera am besten in den Bergen transportiert, beschreibt sie doch einfach kurz im Kommentar oder per Mail an info°ät°ulligunde.com! Und solltet Ihr auch eine Frage haben – ob nun zur Fotografie, zur Ausrüstung oder zu meinem Lieblingsessen: Nur zu! Vielleicht entwickelt sich daraus ja sogar eine kleine Artikelreihe?

 

Übrigens: Einen Testbericht zu fstop-Gear speziell aufs Trekking bezogen  gibt es bei dem weltbummelnden Fotografen Thomas Guthmann.

Hier gibt es noch zahlreiche weitere Anregungen von Lesern, wie sie ihre Kamera transportieren (einmal draufklicken bitte):

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*Dieser Artikel enthält Affiliate Links.

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22 Comments

  • Reply Alex Februar 17, 2016 at 1:16 am

    Also das für mich beste System ist der Peak Design Capture clip. Der wird einfach am Trageriemen vom Rucksack befestigt und dann kann man die SLR (mit Hilfe einer kleinen Metallplatte, die in die Stativaufnahme geschraubt wird) einfach einclippen.

    Die Vorteile für mich sind vor allem die leichte Erreichbarkeit (man kann die SLR einhändig in Sekundenschnelle betriebsbereit in der Hand haben) und der Komfort (nichts baumelt rum und das System funktioniert erstaunlicherweise auch beim Klettern sehr gut, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt). Dazu gibt es von Peak Design noch nützliche Ergänzungen wie Handschlaufen etc. die ebenfalls im Handumdrehen (sprichwörtlich!) befestigt oder wieder entfernt sind und vor allem beim (Eis-)klettern einen Absturz der Kamera verhindern.

    Aussehen tut das ganze dann in etwa so:

    https://dl.dropboxusercontent.com/u/256688/DSCN2364.jpg
    https://dl.dropboxusercontent.com/u/256688/DSCN4760.jpg

    P.S. nein ich bekomme (leider) nix von Peak Design für die Werbung 🙂

    • Reply ulligunde Februar 17, 2016 at 2:28 pm

      Hi Alex,

      merci für den ausführlichen Beitrag! Das System von Peak Design habe ich auch schon einige Male gesehen – ich frage mich gerade, warum ich es eigentlich nie ausprobiert habe, es sieht ziemlich cool aus. Und halten dürfte das alles ja wirklich ziemlich gut, auf dem Stativ tut es das ja auch. Schau ich mir glatt gleich nochmal an 🙂

      Grüße!

      • Reply Alex Februar 17, 2016 at 2:53 pm

        Ja halten tut das ganze bestens. Ich hatte es schon auf Schweizer 4000ern und auch auf 6000ern in Nepal im Einsatz (und natürlich bei uns in Tirol) und hatte nie Probleme damit. Zusammen mit dem Peak Design Cuff geht das auch auf sehr ausgesetzten Touren oder beim Klettern.

        Wetterfest sollte die Kamera halt sein… da meine D5100 das nicht ist, kommt sie bei ganz garstigem Wetter in den Rucksack.

  • Reply Thomas Februar 17, 2016 at 5:40 pm

    Hi Erika!

    Danke fürs Erwähnen und Verlinken in deinem Artikel. Mittlerweile sind wir 1,5 Jahr mit dem System von F-Stop Gear auf Weltreise und es könnte nicht besser sein.

    Ich habe auch das System von Peak Design – das Capture Pro – und benutze es nicht mehr, denn es hält einfach zu fest. In sekundenschnelle bekomme ich die Kamera nicht mehr abgeklippt und das hat mich mit der Zeit immer mehr genervt. http://www.thomasguthmann.de/blog/rucksack-kamera-am-schultergurt-befestigen-peak-design-capture-pro/

    Viele Grüße

    Thomas

  • Reply Stefan Februar 18, 2016 at 10:06 pm

    Eine Kompaktkamera wie die Sony RX100 II kann ich echt empfehlen. Ich habe sie auf dem Jahr Weltreise nicht missen wollen, einfach weil ich sie immer und überall dabei haben konnte. Besonders in den Bergen, beim Klettern oder auf Mehrtagestouren ersparte mir die Kamera einige Kilogramm. Qualitativ gibt es bei dieser nichts zu bemängeln. Zahlreiche „Beweisfotos“ und Tipps zu Kompaktkameras gibt es für jeden der umsteigen will hier: http://shootfever.com/mit-nur-1-3-kg-kamera-ausruestung-auf-weltreise/
    Stefan

    • Reply ulligunde Februar 19, 2016 at 9:13 am

      Ich tendiere momentan zur A6000 als Alternative, wenn die große einfach nicht mitKANN… Die RX100 hat mir eigentlich zu wenig Weitwinkel 😉

  • Reply Steffi Februar 19, 2016 at 12:48 pm

    Ein super spannendes Thema und bei der Wahl der Kamera schwingt auch immer ein bissl Emotionalität mit, wie ich finde. Ich selbst besitze ebenfalls die Sony RX100 II, die ich einfach seitlich in meinen Rucksack stecke. Mit einem Griff bereit und wieder verstaut.
    Vielen Dank für die zahlreichen weiteren Tipps. DSLR-Besitzer dürften nun genügende Ideen haben, wie sie ihre Kamera bei der nächsten Tour am besten transportieren.
    Liebe Grüße
    Steffi

  • Reply Hendrik Februar 22, 2016 at 3:41 pm

    Wenn ich ne größere Kamera als meine RX 100 IV dabei habe dann immer am Peak Design Capture PRO Camera Clip: https://hikinginfinland.com/2014/01/peak-design-capture-pro-camera-clip.html

    • Reply ulligunde Februar 23, 2016 at 11:49 am

      Und noch wer mit Peak Design-System… Langsam bin ich überzeugt!

  • Reply Chris Februar 23, 2016 at 2:14 pm

    cool, danke für den Artikel! Stehe seit Jahren vor dem gleichen Problem der Kamera-Mutführung und bin bisher zu keiner ordentlichen Lösung gekommen. Bei Bike-Touren ist die Kamera im Rucksack und nicht am Körper, ein Sturz wäre sonst für Kamera und Mensch schmerzhaft. Einen coolen Foto-Bike-Rucksack wurde hier mal vorgestellt: http://www.mtb-news.de/news/2015/05/22/mindshift-trail-rucksack-test/?utm_source=forum&utm_medium=teaser&utm_campaign=news

    interessantes Konzept, keine Ahnung ob es was taugt. Zum testen ist mir der Preis etwas hoch, aber für die „kleine“ Radrunde oder zum Wandern könnte das eine gute Lösung sein. Teste das doch bitte mal! 😉

    Ich habe meist eine Nex5n oder eine Olympus M1/M5 dabei. Die Nex bekomme ich bei Skitouren ganz ordentlich in die große Cargo-Bein-Tasche der Skihose, ist aber nichts für tiefe Neuschnee-Verhältnisse und den Aufstieg. Fototasche vorm Bauch geht bei mir leider gar nicht, aber die seitliche Rucksack-Befestigung könnte ich mal testen. WO ist noch mal meine alte Fototasche? -.-
    Im Moment halte ich es im Aufstieg so, dass die Kamera mit einem kleinen Karabiner und Reepschnur am Hüftgurt des Rucksack baumelt. Dabei zieht die Schwerkraft sie etwas außermittig Richtung Schritt, was bei passender Länge der Reepschur aber beim Aufstieg mit Ski nicht wirklich stört. Zu Fuss dann aber schon. Ideal ist das aber auch nicht. Daher suche ich immer noch eine Alternative. Ich denke ich werde den Peak Design Capture Clip mal testen. Das dürfte für die Nex und Oly kein Problem sein.

  • Reply Bernd | KritzelKraxel.net März 1, 2016 at 2:45 am

    Da habe och auch schon ein paar Dinge probiert und wechsle zwischen folgendem:
    – Im Rucksack (f-stop Satori EXP mit den ICU Elementen)
    – LowePro oder ThinkTank Tasche, die entweder vor der Brust (weniger) oder seitlich (eher am Klettergurt) getragen wird
    – schlicht und einfach um den Hals gehängt, was auf Dauer lästig ist (Einschneiden am Hals und keine Fixierung, ich muss sie immer wieder nach hinten schieben, weil sie mir ansonsten ständig vor dem Bauch herum humpelt), dafür die Kamera aber immer griffbereit! ggf. einfach in die Softshell/Jacke gesteckt, um sie ein wenig zu schützen (und ein bisserl zu fixieren)
    Für meine Spiegelreflex wäre mir die einseitige Belastung beim Peak Design Clip auf Dauer, so glaube ich, weil nicht selbst probiert, zu lästig (oder ich habe meine Muskulatur nicht gut genug trainiert). Hatte da zugegebenermaßen auch schon einmal drauf geschielt. Naja, vielleicht probiere ich das ja auch einmal…

    • Reply ulligunde März 1, 2016 at 11:07 am

      Hi Bernd,

      da hast du ja wirklich schon alle Möglichkeiten durch (bis auf die „Kamera daheim lassen“ vielleicht 😉 ). Das mit der einseitigen Belastung sehe ich auch so – mit schwerem Objektiv wird das gerade in den Bergen ziemlich schnell unangenehm…

      • Reply Bernd | KritzelKraxel.net März 1, 2016 at 11:23 am

        Da sagst Du was, die Kamera zuhause lassen. Hmmmm, nein, das geht gar nicht! Dafür habe ich echt zu viel Freude solche Bilder zu machen. Dafür nehme ich das Gewicht auch durchaus in Kauf. So spontan erinnere ich mich auch nicht an eine Tour, wo ich die Kamera nicht mit hatte.
        Natürlich denke ich immer mal wieder darüber nach mir eine kleinere zu kaufen mit der das auch gelingt. Wozu habe ich aber das ganze Geraffel für die Große gekauft? Um es daheim liegen zu lassen? Nein. Zudem kostet es auch Nichtbunerheblich Geld, was ich derzeit woanders ausgeben werde.

        Da fällt mir ein, da liegt zu Hause auch noch was rum, was ich ja dann doch mal ausprobieren sollte…

  • Reply Kroha Fotografie September 19, 2016 at 12:59 pm

    Prima Blogbeitrag, genau das was ich gesucht habe. Kamera & Objektive vs. Größe & Gewicht der Kamerausrüstung ist ein nicht unwichtiger Faktor. Aber ich hab halt von der Peoplefotografie her schon gutes Equipment was ich auch mitnehmen will.
    Für mich war der Knackpunkt wie nehme ich meine D750 mit einem Weitwinkel und ggf. einem Tele mit? Gerade wenn man einem Wingman unterwegs ist und die Motiv Freistellung durch aufblenden haben will.
    Erste Überlegung war z. B. von Monochrom einen Anybag Einsatz in den Rucksack zu packen und dort rein die Ausrüstung. Ähnliches gibt es auch bei Enjoyyourcamera. Heißt aber dass ich bei jedem Fotostop (och, hier ist noch einer 😉 *kamera rauswühl* ) den Rucksack abnehmen muss und das nervt.
    Der Clip an den Träger hin macht Sinn wenn man viel in Gehgelände unterwegs ist. Wobei ich persönlich gerade beim vornüberbeugen und kraxeln dann das Gebaumel ablenkend finde.
    Ich werd mir die Idee mit dem Holster montiert auf der Seite bzw. seitlich mal ansehen. Hier muss ich mir noch Gedanken machen wie ich dann mit dem Tele umgehe. Das könnte in den Rucksack ausweichen. Somit habe ich es dabei wenn ich es brauche.
    Ich denke ich mach dazu eine neue Kategorie im Blog auf meiner Seite auf und werde entsprechend berichten. Danke für deine Tipps! 🙂

    • Reply ulligunde September 21, 2016 at 6:10 am

      Hi!
      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, das freut mich, wenn der Artikel das enthält, was Du gesucht hast =) Anhalten und erstmal die Kamera rauskramen kommt für mich auch am Berg nicht in Frage – erstmal würden mich meine Seilpartner killen und zum anderen würde man ja auch ewig für die Tour brauchen. Wenn ein Setup griffbereit ist, reicht es meiner Meinung nach – Objektive wechselt man ja eh nur für besondere Motive, das müssen dann wohl Partner und Tour halt verkraften 😉
      LG!

      Erika

  • Reply Klaus Juli 7, 2017 at 3:49 pm

    Ich habe einfach meine preiswerte Kamera-Tasche mit zwei Kabelbindern am Trageriemen des Rucksacks fixiert. Die Kamera sitzt jetzt bombenfest genau in der gleichen Position wie mit den teuren Teilen von Peak Design oder B-Grip und ist beim Bergsteigen dazu noch bestens gegen unvermeidbare Kollisionen mit dem Fels geschützt.

    • Reply ulligunde Juli 10, 2017 at 9:18 pm

      Hi Klaus!
      Ja, diese Variante bevorzugen viele. Ich persönlich bin damit nicht ganz so zufrieden, weil ich oft das Gefühl hatte, die Füße nicht mehr genügend zu sehen. Das liegt aber evtl. auch an meiner eher klobigen Kameratasche…
      Dennoch vielen Dank für Deinen Kommentar – so entsteht ein schön vielfältiges Sammelsurium an Möglichkeiten!
      LG!
      Erika

  • Reply Steffen Januar 18, 2018 at 12:33 pm

    Hallo Erika,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich die vorgestellten Methoden kann ich mir alle ganz gut beim Wandern, Skitouren oder Hochtouren vorstellen.
    Aber beim Alpinklettern im 5. oder 6. Grad und aufwärts? Da kann ich mir das nur schwer vorstellen. Wie machst du das da mit deiner Kamera? Nimmst du da auch eine große oder die RX100?
    Vielen Dank und schöne Grüße,
    weiter so,
    Steffen

    • Reply ulligunde Januar 18, 2018 at 1:06 pm

      Hi Steffen,
      völlig richtig – beim Klettern ist das alles nichts. Für anspruchsvollere Geschichten ist es mir wichtig, dass die Kamera mich nicht stört (weder im Packmaß noch im Gewicht) und ich sie mit einer Hand bedienen kann. Dafür hatte ich immer die RX100, die war perfektestest, ist aber am Teufelsgrat davongeflogen. Momentan hab ich die A6500 und ärgere mich jedes Mal über dieses Teil. Die hängt in einer kleinen Tasche am Gurt, aber sowohl um sie rauszuholen als auch zum Fotografieren (oder zumindest zoomen) brauche ich die zweite Hand. Kein Zustand für langfristig und besser sind die Bilder jetzt mit dem miserablen Kit-Objektiv auch nicht… Ich hol mal eben den Silvan Metz (DAV Haus und Hoffotograf) ins Boot – der klettert und fotografiert viel, mal sehen wie er das Transportproblem beim Klettern löst!

  • Reply Steffen Januar 18, 2018 at 2:43 pm

    Wow, vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    Ja, wäre spannend, was der Silivan Metz erzählt.

    • Reply ulligunde Januar 19, 2018 at 1:21 pm

      Hi Steffen, Update findet sich jetzt im Artikel 🙂 LG!

  • Reply Steffen Januar 19, 2018 at 2:24 pm

    Cool, vielen Dank!

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