Zwei mal zwei macht 600 Euro: Durch Frankreich nach Spanien

März 20, 2014

Woche 1, bei Chambery

Ich hatte mir für unsere erste Nacht auf unserer Reise keinen besonders romantischen Platz vorgestellt. Im Grunde habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, aber dass wir wirklich direkt die erste Nacht auf dem Parkplatz einer Werkstatt verbringen würden, damit habe ich dann doch nicht gerechnet. Eingezwängt zwischen Autobahn und Auffahrt stehen wir zwischen lauter Autos mit Totalschaden, immer wieder brausen Abschleppwägen los und bringen noch mehr kaputte Autos.

Es hätte schlimmer kommen können

In der ersten WerkstattDen Schaden an den Reifen sehen sogar wir Leihen – dann versteht man immerhin, was das Problem ist: Wir sind schlicht mit alten, zerschlissenen Reifen losgefahren. Wie das passieren konnte? Indem man einfach nicht drüber nachdenkt. Jetzt hat der hintere eine riesen Beule, der Gummi ist spröde und hat Risse. Der Mann in der Werkstatt schaut entgeistert, fühlt die anderen ab und gibt uns mit Zeichensprache zu verstehen, dass einer ähnlich kaputt sei, die anderen zwei noch ok wären, aber nicht gut. 7 Monate? 15.000 Kilometer? Er schüttelt kräftig den Kopf. 300 Euro ärmer rollen wir mit zwei nagelneuen Reifen vom Parkplatz.

Weiter geht’s! Ab nach Spanien!

In der zweiten WerkstattWährend ich mich auf dem Rücksitz noch häuslich einrichte, winkt uns eine Frau in einem überholenden Auto auffällig zu und macht mit den Händen eine Bewegung, die wie ein Sandwich aussieht. Was will sie? Platter Reifen? Das kann nicht sein. Wir nehmen trotzdem die nächste Ausfahrt. Beim Abremsen schlingert das Auto, macht gruselige, laute Geräusche. Was ist das denn?? Entfährt es Sammy. Die Frau hatte Recht – der hintere Reifen ist platt. Genaugenommen: Der einzige Reifen, an dem in der Werkstatt nichts gemacht wurde, war großflächig zerrissen. Wir stehen etwas ungläubig davor und einigen uns dann darauf, mit dem – ebenfalls bereits mächtig zerschlissenen – Ersatzreifen zur nächsten Werkstatt zu schleichen. Der ADAC hilft in dem Fall nur wenig, denn Pannenfahrzeuge dürfen auf französischen Autobahnen nicht fahren. Weitere 300 Euro ärmer steht der Freddy nun mit vier neuen Schlappen da. Etwas vorsichtig rollen wir wieder auf die Autobahn. Was kommt wohl als nächstes?

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1 Comment

  • Reply Ulrike März 21, 2014 at 4:37 pm

    HUMOR IST WENN MAN TROTZDEM LACHT

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