Momente: Nichts passiert

August 17, 2014

Dovrefjell, Woche 5

Seit zwei Stunden sind wir unterwegs, nichts passiert. Der Weg ist eine stete Wiederholung von Erde und Steinen, die Landschaft ist ein einziges Meer aus Geröll und Moos. Der Nebel schluckt zu guter Letzt das spärliche Panorama, das sich hier bei dieser weiten Landschaft bietet. Einzig die Täler bringen eine gewisse Abwechslung und sei es nur wegen des Geräuschs. Sonst ist es hier totenstill. Ich bemühe mich, die Schönheit zu sehen, von der die Fans dieser Gegend so schwärmen, aber mir erschließt sie sich einfach nicht.

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2 Comments

  • Reply Joachim August 17, 2014 at 3:49 pm

    Ich glaube, die Schönheit liegt in der Weite. Man verliert sich irgendwie darin. Hier (in den Alpen oder der Zivilisation) gibt es immer einen relativ nahen Horizont. Und unsere Neugier treibt und zu ihm hin. Wenn ich in unseren Bergen unterwegs bin, möchte ich irgendwie immer weiter, tendiere dazu, mir weniger das Nahe anzuschauen, sondern eher ungeduldig zu fragen, was sich hinter der nächsten Wegbiegung befindet. Im Fjell ist das anders. Zum Horizont ist es meistens noch sooo weit, dass man genug Zeit hat, die nächsten Meter auf sich wirken zu lassen. Und wenn man mal etwas verpasst: Was soll’s, die nächsten Meter sehen eh nochmal gleich aus. Man hat also auch Zeit, alles scheint langsamer zu laufen. Das ist so ähnlich wie am Schiff.

  • Reply Klettern in Norwegen (Lofoten, Setesdal, Nissedal, Trondheim, Flatanger) | ulligunde.com März 15, 2016 at 10:07 am

    […] ging es dann über Hardangervidda, Jotunheimen, Rondane und Dovrefjäll nach Trondheim, wo ich das erste Mal Trad-klettern in einem kleinen Sportklettergarten (Tikneppen) […]

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