Blogstöckchen: #MeineOutdoorAusrüstung

September 29, 2015

Wir Bergsportler sind Geerjunkies. Ausrüstung macht uns* heiß, wir bauen für sie eigene Schränke, richten ganze Zimmer damit ein oder hängen uns das Zeug gleich ins Schlafzimmer. Mein Ausrüstungszimmer (ups, sorry, ja, ich hab sowas 🙂 ) nenne ich manchmal liebevoll „meinen Schrein“. Und das ist nicht mal so ironisch gemeint. Er ist mir heilig und ich bin stolz darauf, dass sich dort Ausrüstung nicht alibimäßig befindet, sondern ich das Zeug alles tatsächlich selbstständig und regelmäßig verwende.

Ulligundes Ausrüstungsschrank Das Blogstöckchen #MeineOutdoorAusrüstung:

Martin von alpinfieber.net hat die Outdoorblogger dazu aufgerufen, ihre Ausrüstungsschränke zu öffnen und Euch Leser einen Blick hineinwerfen zu lassen. Nichts leichter als das! Nehmt mir bitte nicht übel, dass ich das Zeug nicht wie die anderen auf den Boden räume – ich bin ja schon froh, dass derzeit insofern Ordnung herrscht, dass das ganze Zeug in einzelne Kisten „sortiert“ ist… Trotzdem möchte ich ein paar Gegenstände besonders hervorheben – im Guten wie im Schlechten:

Die Lieblingsteile:

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Meine Lieblingslieblingsteile in der Saison 2015 waren die Friends, die habe ich mir erst dieses Jahr gegönnt. Ich hätte sie gerne noch viel häufiger eingesetzt, aber an der Wilden Leck, am Furkapass, am Zervrailahorn oder auch am Widderstein haben sie tolle Dienste geleistet. Es macht einfach sensationell viel Spaß, für seine eigene Sicherheit selbst zu sorgen und nach der Begehung nichts zurückzulassen. Ich habe mir sowohl Dragon Cams von DMM gekauft, als auch die X4 von Black Diamond. Hätte ich die Wahl, würde ich auf die X4 verzichten, ich verwende die von DMM deutlich lieber.

Verlängerbare Exen: Zusammengebaut aus zwei Schnappkarabinern und einer 60-120 cm Dyneema-Bandschlinge entsteht entweder eine ganz gewöhnliche Exe oder aber eine, die man mit einem einfachen Handgriff auf die volle Länge verlängern kann. Suuuupergenial beim Alpinklettern, wo ich inzwischen fast ausschließlich solche verwende. Großartigst!

Reepschnur: Erst bei der Wilden Leck habe ich wieder die Vorzüge von einem Bündel Reepschnur am Gurt schätzen gelernt. So hätte ich mir das Zurücklassen von einigen (nagelneuen) Bandschlingen sparen können. Macht Sinn!

In der Schlüsselllänge der CassinSolution: Die Kletterschuhe von La Sportiva sind immer noch meine allererste Wahl, wenn es um schwere Klettereien geht. Sie passen (mir) perfekt, halten lang und krallen sich förmlich am Fels fest – egal ob vorne oder als Hook. Der perfekte Schuh für mich.

Last but definitely not least: Der Speed 22 von Black Diamond. Der Oberhammer, mein absoluter Lieblingsrucksack. Leicht genug fürs Alpinklettern, groß genug für Hochtouren und bis auf die Schnallen recht robust. Nur das Deckelfach hängt manchmal etwas schepps druff.

Die Teile, die enttäuscht haben:

Mein alter Gurt ist inzwischen an der Einbindeschlaufe kräftig durchgescheuert. Auf der Suche nach einem Nachfolger hatte ich einmal den LUNA von Petzl und noch einen von Mammut. Beide erfüllen aber die Erwartungen nicht. Bei dem Luna sind die hinteren Materialschlaufen so weit hinten angebracht, dass man sie gar nicht mehr sieht. Fürs Alpinklettern ein No-Go, da ich ja wissen will, was ich da hinten greife. Der Gurt von Mammut hingegen ist unbrauchbar für Frauen, die wie ich den Gurt beim Toilettengang nicht ausziehen, sondern nur die hintere Schnalle von den schmalen Gummigurten öffnen. Der Haken geht viel zu schwer rein und raus – bis man das wieder reingefummelt hat, zieht man besser den Gurt aus. Zudem haben beide jeweils nur eine Schlaufe zum Verschließen des Gurtes, was zumindest bei mir bedeutet, dass der Gurt immer irgendwie asymmetrisch sitzt und die Materialschlaufen auf ungleichen Höhen sind. Nicht so richtig toll, ich suche weiter.

Petzl Salsa-Seile am ZervreilahornPetzl-Seile (Salsa, Halbseile)

Die Petzl-Seile haben mir die Bergfreunde Anfang des Jahres freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Ich hatte hohe Erwartungen an die nagelneuen Seile aus dem Hause Petzl – ins Strick-Geschäft ist der Hersteller ja erst kürzlich eingestiegen. Natürlich gleiten die Seile herrlich durch die Exen, allerdings sind sie auch so glitschig, dass sich die (Sicherheits)Knoten leicht lösen. Irgendwie sind sie mir insgesamt ein bisschen zu glitschig, da waren die von Mammut deutlich angenehmer. Und nein, ich weiß leider nicht mehr, wie die hießen, sorry 😉

 

 

*Ausnahmen bestätigen die Regel

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2 Comments

  • Reply Martin September 30, 2015 at 7:12 pm

    DMM oder Black Diamond die Entscheidung ist schwierig. Der große Vorteil bei den DMM’s find ich ist die flexible Schlinge. Reicht zwar nicht immer, aber schon ein guter Anfang um den Seilverlauf zu begradigen. Bei den vielen schönen & sehr gelungenen Fotos würde mich noch interessieren, was du so an Foto-Ausrüstung für die Berge wählst.

  • Reply Dani November 4, 2015 at 1:25 am

    Ich glaube ich erkenne die Kisten wieder, sieht bei uns irgendwie verdächtig ähnlich aus… ähm… *hust* Geekjunkie? No way!
    😉

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