Test: Ascent 28 Avabag (Lawinenrucksack Ortovox)

Februar 5, 2018

Thema #Werbung beim Lawinenrucksack Ortovox:
Der Rucksack wurde mir im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit ORTOVOX dauerhaft zur Verfügung gestellt. Auf meine subjektive Meinung, die ich im Testbericht schildere, hat das keinen Einfluss.

Seit langem mal wieder ein Testbericht auf ulligunde.com! Diesmal habe ich mir auf Einladung von ORTOVOX einmal  den Lawinenrucksack Ascent 28 S Avabag von Ortovox genauer angesehen. Fazit vorab: Sehr leicht, sehr einfach zu handhaben und viiiiiiel Platz!

Ascent 28 S Avabag von Ortovox (Lawinenrucksack)Der Avabag kommt mit allem daher, was man bei einem Skitourenrucksack so braucht: Ein großes, seperates Sicherheitsfach, Halterungen für Eisgeräte oder Stöcke, für den Helm und fürs Seil, eine Skifixierung, Materialschlaufen am Hüftgurt und natürlich gibt’s auch eine Vorrichtung fürs Trinksystem.

Das Besondere an dem Avabag ist aber sicher zum einen der umlaufende Reißverschluss und zum anderen das extrem kleine Packmaß von dem gleichzeitig extrem leichten Airbag-System. Insgesamt wiegt der Ascent inklusive Airbag und Kartusche knapp über 2 Kilo.

Umlaufender Reißverschluss – einfach genial!

Viel Stauraum im Hauptfach vom Lawinenrucksack von Ortovox (Ascent 28 S Avabag)Der umlaufende Reißverschluss hat mich ja schon beim Trad35 von Ortovox schwer begeistert. Man kommt in einem Augenblick an den gesamten Inhalt, ohne dass man groß wühlen muss oder sich im Vorfeld genau Gedanken machen muss, welche Teile ganz oben gelagert werden sollen. So kann man den Rucksack tatsächlich auch einfach so packen, wie es Sinn macht – die schweren Sachen ganz unten oder nah am Rücken. Den Rest kann man einfach reinschmeißen – ran kommt man an alles kinderleicht.

Groooßes Sicherheitsfach

Seperates Sicherheitsfach im Ortovox LawinenrucksackDer Reißverschluss lässt sich auch mit dicken Handschuhen packen, läuft gut und ist vor allem auch so konstruiert, dass er das Wasser nicht gleich durchlässt. Das gleiche gilt für das Lawinenfach, das auch so groß ist, dass die Lawinenschaufel Kodiak richtig gut reinpasst – die wird seit Jahren ja immer wieder zu einer der besten Lawinenschaufeln ausgezeichnet, aber es war immer das Problem, dass sie in andere Rucksäcke nur gerade so reingepasst hat.

Das Fach ist insgesamt auch recht großzügig bemessen, sodass man im Ernstfall auch mit Handschuhen sofort an Schaufel und Sonde kommt, anstatt erst groß rumzufriemeln.

Noch viel gröööößeres Hauptfach!

Der Stauraum ist aber eben nicht nur im Sicherheitsfach, sondern vor allem auch im Hauptfach richtig groß:

Vergleich Tour 30 und Ascent 28 Avabag von Ortovox (beides Lawinenrucksäcke)Mit dem Tour30+7, den ich davor hatte, war es oft so, dass man abgewägt hat, ob sich ein Airbagrucksack bei der geplanten Tour überhaupt lohnt oder ob man nicht doch lieber den leichteren Rucksack mit mehr Stauraum mitnehmen will. Die Frage hat sich für mich seit ich den Rucksack habe, einfach gar nicht mehr gestellt – das Airbagsystem wiegt insgesamt nur 690 Gramm und ist extrem klein, der Rucksack wurde dadurch einfach mein Standard, egal bei welcher Tour.

Einzig die Kartusche habe ich bei besonders unkritischen Touren einfach rausgeschraubt. Das Airbagsystem bzw „Avabag-Unit“ passt übrigens in alle anderen Avabag-Ortovox-Rucksäcke. Der Umbau ist etwas frickelig, aber je öfter man es macht, desto schneller wird man.

Üben erlaubt!

Das Ziehen kann beim Avabag von Ortovox unendlich oft geübt werden.Grundsätzlich ist es ja so: Wenn man den Airbag auslösen will, zieht man am Griff, wodurch eine Nadel die Kartusche ansticht. Man spürt den Widerstand und kann laut hören, wenn die Nadel ausgelöst wurde. Dreht man die Kartusche raus, funktioniert der Mechanismus weiterhin – das heißt, man kann das Ziehen am Griff unbegrenzt oft üben und sich an die Bewegung gewöhnen.

Auslösemechanismus Ortovox LawinenrucksackAuch wenn man das Airbagsystem in einen der anderen Rucksäcke der Avabag-Serie eingebaut hat, kann man so testen, ob alles funktioniert. Hat man die Nadel einmal ausgelöst, kann man sie mit einem kleinen Tool wieder zurückdrehen, die Kartusche einsetzen und kann sich so sicher sein, dass alles funktioniert. Ein gutes Gefühl.

Die Anleitung, die dem Rucksack beiliegt, ist gut gemacht und erklärt die einzelnen Schritte ganz ausführlich. Und natürlich auch, wie man das System nach dem Kauf fürs erste Mal installiert.

Friemel-Alarm bei Avabag

Halterung für Eisgerät und Pickel am Ascent Avabag von OrtovoxWas mich persönlich stört, ist das Herumfriemeln, wenn es um die Halterungen für Ski und die für die Eisgeräte geht. Diese Bänder stecken in ganz kleinen Taschen, die an sich schon schwer zu erreichen sind. Sie sind aber auch direkt hinter den starren Halterungen für den Helm platziert, was das Rankommen selbst mit bloßen Fingern wirklich aufwändig macht. Mit Handschuhen absolut unmöglich. Wer die Schlaufe für die Skihalterung nicht einfach standardmäßig außen dranbaumeln haben will, der kommt auch fast nicht umhin, die Handschuhe kurz auszuziehen.

Skihalterung

Skihalterung am Ortovox Lawinenrucksack (Ascent 28 S Avabag)Weil das Airbagsystem seitlich rauskommt, müssen die Ski diagonal auf dem Rucksack transportiert werden – dadurch hängen sie aber sehr weit weg vom Körper und baumeln etwas herum, was gerade in Kletterpassagen unangenehm ist. Das andere ist, dass sie insgesamt relativ weit unten hängen, was wiederum im Fußabstieg nervig ist, weil die Ski-Enden dann ständig im Schnee schleifen.

Zumindest die Sache, dass die Ski so weit weg vom Körper hängen, ist aber einfach der Tatsache geschuldet, dass die Airbags seitlich rauskommen – damit muss man also einfach leben.

Was man aber auch noch wissen muss, ist dass man die Ski nur diagnonal montieren kann, wenn der Helm nicht im Helmnetz steckt. Es geht zwar auch mit Helm, dann ist aber der Hebel der Ski auf den Rucksack so groß, dass das Airbagfach sich öffnet – das wieder zu schließen ist auch ein bisschen ein Gefrickel. Also entweder gleich den Helm aufsetzen oder ihn seitlich an die Kompressionsriemen dranklippen.

Fazit zum Lawinenrucksack von Ortovox

Insgesamt sind die negativen Punkte aber Kleinigkeiten, an die man sich ganz gut gewöhnen kann. Auch wenn ein Airbagrucksack nur in bestimmten Fällen helfen kann, ist es trotzdem ein gutes Gefühl, ohne großes Zusatzgewicht einen weiteren Sicherheitsfaktor dabei zu haben.

Abseits davon ist für mich persönlich also vor allem der umlaufende Reißverschluss, das große Sicherheitsfach und das enorm kleine Packmaß und geringe Gewicht des Airbageinheit der größte Grund zur Freude. Der Rucksack trägt sich sehr gut, die Reißverschlüsse sind mit dicken Handschuhen bedienbar, der Helm findet außen ordentlich Platz, ohne dass man groß herumfriemeln müsste und das Gesamtgewicht ist definitiv vertretbar. Der Stauraum innen reicht definitiv für jede Tagestour und selbst für Skidurchquerungen, die vielleicht nicht grad auf Gletscher verlaufen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Avabag.

Den Lawinenrucksack von Ortovox gibt es hier zu kaufen:

 

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