Ausrüstungsschnack #2: Daune, Kletterschuhe, Roll-Duffle

November 27, 2017

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Der Lieblingsaussrüstungsschnack kommt diesmal mehr oder weniger direkt aus Amerika – genauer gesagt aus Indian Creek/Utah, dem Risskletterherz der Welt. Neben ordentlichem Klettergeraffel und robusten Kletterschuhen braucht es da folgerichtig eine möglichst monströse Tasche und natürlich ordentliche Klamotten – ist die Sonne einmal weg, wird es sehr schnell bitterkalt. Wüste eben! Aber die schöne Nachricht: Frieren war gestern!

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K7 – Profidaune von Mountain Equipment

Dicker geht nicht. Die K7 ist das das wärmste, was Mountain Equipment zu bieten hat und für mich Frierkatze und Timelapse-Fan damit ganz genau das richtige. Sie ist aber nicht nur prall gefüllt mit zertifizierter Daune (übrigens auch die Kapuze!), sondern auch lang geschnitten, sodass man sich auch einfach mal hinsetzen kann, ohne – typisch Frau  – gleich an die nächste Blasenentzündung denken zu müssen…

Riesige Außentaschen sowie ebenso große Innentaschen bieten genügend Stauraum, um die Kletterschuhe unterzubringen, ohne auf warme Pfoten verzichten zu müssen. Und das Allerbeste: Der Reißverschluss fädelt sich aufs erste Mal ein (!) und läuft einfach ohne sich einmal zu verhaken. Und das nun immerhin schon für drei Monate. Ich bin gespannt, ob das weiterhin so bleibt, aber fest steht: Egal wie kalt es war, ich habe im gesamten Urlaub kein einziges Mal gefroren. Neue Lieblingsdaune!

Derzeit in diesen Shops erhältlich:

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Sparrow von Lowa

Die SPARROWs von Lowa begleiten mich inzwischen seit rund eineinhalb Jahren. Und zwar immer noch das gleiche Paar, was bei unserem (Sport)Kletterpensum ohnehin schon bemerkenswert ist. Während seine KATANA nagelneu mit nach Amerika kamen und mit Loch zurückreisten. Sportivas Argumentation ist ja, dass man die falsche Klettertechnik habe, was ich mir, wenn ich ihn mal wieder die schwersten Routen des Sektors emportänzeln sehe, auch jedes Mal denke. Junge, hast duuu ne miiiiese Fußtechnik! NICHT!

Meine Sparrows haben jedenfalls auch heute noch kein Loch und das, wo ich sie inzwischen tatsächlich ausschließlich trage – sowohl beim Alpinklettern als auch in meinem Projekt am Rottachberg, das immerhin mit irgendwas in Richtung 7c zu Buche schlägt. Früher dachte ich immer, dass man für schwere Touren eine gewisse Vorspannung braucht – ich für meinen Teil habe immer häufiger das Gefühl, dass es mir persönlich mehr hilft, zu spüren, wie ich stehe. Mehr Vertrauen in die Füße > weniger Kopfkino > besseres Klettern. Angsthase halt.

 

Trotzdem kann ich die Schuhe notfalls mehrere Seillängen anlassen ohne vor Schmerz einzugehen. Der Schuh ist ähnlich wie der Katana geschnitten, nur etwas schmaler – speziell an der Ferse, was mir persönlich zu Gute kommt.

Derzeit in diesen Shops erhältlich:

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Rollkoffer von Arcteryx

»Willst mit Stil das Valley rocken, mach mit Rolli dich auf die Socken!«. Zugegeben, der Reim hinkt, aber sonderlich authentisch ist es halt auch einfach nicht, mit Rollkoffer zum Klettern zu fahren. Aber dafür heillos praktisch! Vor allem wenn man mit drei Gepäckstücken, die jeweils fast die Hälfte des eigenen Körpergewichts ausmachen, per Bahn zum Flughafen will und man vor Ort dann nur noch hin und wieder von Auto zu neuem Zeltplatz pendeln muss.

Minimalistisch praktisch

Der Trolley ist extrem minimalistisch gebaut und bietet im Grund einfach ein großes Fach auf Rollen mit einem kleinen Deckelfach und einer Zwischenplane mit Reißverschluss, um das Hauptfach zumindest etwas zu unterteilen bzw. um den Inhalt zu komprimieren, sodass weniger Last auf dem (wasserdichten) Reißverschluss lastet. Dank des umlaufenden Rahmens kann man das Duffle auch seitwärts tragen/schieben/zerren, die Räder sind groß genug, dass sie auf Yosemite-Waldboden, Utah-Wüstensand und Münchner Kopfsteinpflaster gut rollen und der Stoff ist wasserdicht, sodass das Teil auch ideal als Ausrüstungsdepot neben dem Zelt stehen bleiben kann. Nur an die etwas schiefen Blicke der Camp-Nachbarn muss man sich vielleicht gewöhnen, wenn man mit Rollkoffer ankommt. Aber was jucken die Blicke anderer.

Im Alltag

Ich bin jedenfalls sehr glücklich über den Rolli, denn während er auf der Reise treu neben dem Zelt stand, kommt er momentan für große Videodrehs zum Einsatz, denn einerseits passen dort sämtliche Stative, Slider, Lampen und Kamerateile rein und andererseits kann man diese Tasche dann dank der Rollen auch noch als kleinerer Mensch ordentlich transportieren. Innen steht dank des extern verlaufenden Rahmens ein großes Fach ohne störende Ecken und Kanten zur Verfügung und das Innenleben ist zugleich noch besser geschützt. Sollte der Rahmen kaputt gehen (wie auch immer?!), kann man einzelne Teile angeblich auch austauschen, anstatt das ganze Ding wegzuschmeißen. Insgesamt also ein sehr cooles Teil, um sehr viel Zeug möglichst komfortabel zu transportieren.

Das Roll-Duffle-Trolley-Ding (Rolling Duffle V110) wird es offiziell ab Frühjahr 2018 in Europa geben. Eine genauere Vorstellung findet Ihr z.B. in diesem Video.

 

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6 Comments

  • Reply Susi November 27, 2017 at 3:10 pm

    Ich hab mich auch jahrelang geärgert, dass die Katanas so schnell durch sind. Bin jetzt im Frühjahr auf Scarpa Vapors umgestiegen. Und siehe da, die halten viel länger! Ob sich wohl meine Fußtechnik so drastisch verbessert hat????

    LG Susi

  • Reply Asti November 27, 2017 at 7:10 pm

    Rolly oder Rucksack? Diese Frage hat uns vor der Laos Reise auch beschäftigt. Da wir viel die öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen wollten, viel die Entscheidung zugunsten des Ruckssacks aus. Passte auch alles rein (Kletterausrüstung + Klamotten + Kamerausrüstung) und war sogar noch Platz. Allerdings waren es wahrscheinlich auch weniger Klamotten und Kameraausrüstung wie bei dir, denn die Temperaturen waren wesentlich wärmer. Für mehr als Ausrüstung bieten rollys schon mehr Platz.

    • Reply ulligunde November 28, 2017 at 10:09 am

      Hi Asti,
      für mich kam meistens ohnehin nur Rucksack in Frage, weil ich gerne beide Hände frei habe. Aber gerade bei Flugreisen ist eigentlich ein Rollkoffer deutlich praktischer – bei Bussen in fernen Ländern dann aber doch wieder der Rucksack. Verzwickt! Vielleicht wäre ein Rucksack mit Rollen die Lösung? 🙂
      LG!
      Erika

  • Reply Andi November 27, 2017 at 8:18 pm

    Hi Erika, so sehr ich Deine Empfehlungen schätze, aber 550,- für ne Daunenjacke, mal ehrlich gehts noch?

    • Reply ulligunde November 28, 2017 at 10:18 am

      Hi Andi,
      jetzt wäre interessant, was Dich an dem Preis so schockt – ist es die Tatsache, überhaupt so viel für eine Jacke auszugeben? Oder dass es viel günstigere Daunen gibt? Ich denke, diese Jacke ist den Preis in zwei Belangen wert: Einerseits steckt ausschließlich Daune drin, die a) echte Gänsedaune ist und b) die gesammelt wurde, ohne dass die Tiere deshalb noch leiden mussten (es muss aber allen klar sein, dass die Daune von Tieren stammt, die tot sind – nur eben nicht für die Daune gestorben, sondern zum Essen). Qualität und Tierwohl haben ihren Preis und der liegt meist nah an der Schmerzgrenze – siehe Jung, Kaipara, Bio-Fleisch…
      Der zweite Grund, weshalb die Jacke zumindest für mich so viel wert ist: Für Fotosessions, gerade für Timelapses, stehe ich oft stundenlang in der kältesten Zeit des Tages draußen herum, ohne mich zu bewegen. Die Jacke ist sozusagen Teil meiner Fotoausrüstung. Und auch, wenn ich den Michi in einem seiner Winterprojekte sichere, ist die wärmste Jacke gerade warm genug. Von dem her ist der Preis für mich persönlich gerechtfertigt. Ich weiß, dass kein Tier der Daune wegen leiden musste und ich profitiere von einem echten Naturprodukt. Das gleiche wie bei Schlafsäcken, die im gleichen Preisrahmen liegen.

      LG!
      Erika

  • Reply Andi November 28, 2017 at 8:14 pm

    Hi Erika,
    ich hab keine Zweifel daß die Qualität der Daunen und ihre tiergerechte Herstellung oder sagen wir Gewinnung in Ordnung sind. Daß so eine super Daunenjacke ihren Zweck erfüllt, da bin ich auch sicher und daß natürlich der Wohlfühlfaktor stimmt.
    Nur bin ich inzwischen an dem Standpunkt daß diese Sportläden und Versandhäuser irgendwie jede Verhältnismäßigkeit verloren haben, was die Preise angeht. Das ist der Punkt der mich schockiert. Jacken für mehr als einen halben Tausender in Euro? Wie abgehoben sind die denn inzwischen? Und manchmal frag ich mich, ob die Hälfte davon das Logo kostet.
    Genug gemeckert. Ich kauf mir ja auch gern Markenklamotten die was taugen und an denen der Spaßfaktor stimmt. Für „angemessene Preise“ …
    Liebe Grüße
    Andi

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